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Mein Seelenweg

Geboren wurde ich 1983 in Neubrandenburg. Ich bin mit meiner Mutter und den Großeltern aufgewachsen. Einen Vater gab es nicht. Meine Oma war sehr überbehütend und sie war und ist bis heute sehr sehr ängstlich. Dadurch hat sie mir kaum etwas zugetraut und mir vieles abgenommen. Es gab viel Streit zwischen meinen Großeltern und ich weiß noch, wie ich mir selbst versprochen habe, dass ich niemals heiraten werde. Nein, so ein Miteinander und so ein Leben wollte ich nicht haben. 

Es ist nicht verwunderlich, dass meine größten Baustellen im Leben (Selbst) Vertrauen und Herzöffnung sind. Meine Liebesbeziehungen waren alle samt (mal mehr, mal weniger) toxisch und entweder nicht von langer Dauer, oder von einer On / Off Mentalität geprägt. Auch fällt es mir schwer, wirklich tiefgehende Freundschaften zu pflegen. 

Es hat ganz schön lange gedauert, bis ich mir vorstellen konnte, mich einmal selbständig zu machen und nicht mein Leben lang angestellt zu sein. In meiner Familie gibt es niemanden, der selbst selbständig ist oder mir das zutrauen würde. Eine große Herausforderung also, das Vertrauen für diesen Weg in mir zu finden. 

Ein normales Leben?

Ich habe zunächst gleich nach der 10. Klasse eine "solide" Ausbildung im Steuerbüro gemacht. Diese Ausbildung war absolut nicht mein Herzensweg. Ich wollte was mit Tieren machen oder Fotografin werden. Aber das hab ich mir alles nicht zugetraut. Also wurde ich Büroangestellte. Ich hab irgendwie diese Ausbildung geschafft und dann war ich in verschiedenen Firmen und Städten angestellt. Zuerst in Stralsund (2004-2007), dann in Hamburg (2007-2015) und dann in Schwerin (2016-2020). 

Schon während der Ausbildung entwickelte ich eine Essstörung und in Hamburg machte ich deswegen im Jahr 2007 eine stationäre Therapie. Das war der Beginn meines Seelenweges. Ich fing an, mich mit der Seele, dem inneren Kind und psychologischen Themen zu befassen. 

Beruflich suchte ich immer nach der einen richtigen Firma, in der ich es bis zur Rente aushalten könnte. Doch die fand ich nicht. Immer öfter stellte ich mir die Frage, ob es das denn wirklich schon gewesen ist, der Sinn unseres Daseins. Tag für Tag, Woche für Woche arbeiten gehen und sich auf das Wochenende, den Urlaub und die Rente freuen? 

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Ufer

Meinem Herzen folgen

Erst, als ich mich mehr mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt und immer öfter den Satz "Lebe JETZT das Leben, dass du dir wünscht und warte nicht, bis zur Rente" gehört habe, fing es an, in mir zu arbeiten. Ich fragte mich, ob es nicht auch für mich eine Alternative zu meinem bisherigen Tun geben könnte. Einen anderen Weg, Geld zu verdienen. Mit etwas, dass sogar Spaß macht und sich gar nicht wie arbeiten anfühlt. Das wäre ein Traum.

Der erste Schritt war, von Hamburg wieder zurück nach Meck-Pom zu gehen (2016), obwohl ich dafür einen sicheren, gut bezahlten und relativ entspannten Job aufgeben musste. Eigentlich wollte ich damit nämlich bis zur Rente warten. Aber Hamburg war mir inzwischen zu groß, zu voll, zu laut und zu hektisch geworden. Ich sehnte mich nach Ruhe und Natur vor der Haustür. Und so zog ich in die Nähe von Schwerin und folgte meinem Herzen - ließ die Sicherheiten hinter mir.

 

Meine Berufung finden

2014 kam das Kartenlegen in mein Leben. 2015 hab ich meine erste Webseite veröffentlicht und die ersten kleinen Einnahmen generiert. Es hat nochmal 3 Jahre gedauert, bis ich ernsthaft daran gedacht habe, das dies meine Alternative werden könnte. Seit 2018 versuchte ich also mein Business neben Angestelltenjobs zum Laufen zu bekommen. Aber so richtig wollte es nicht anlaufen. 2020 traf ich dann eine Entscheidung. Ich merkte, dass ich immer mehr im Widerstand war mit dem Verwaltungskram, dass ich endlich MEINS machen wollte. Dass ich endlich nach meinem eigenen Rytmus leben wollte. Und für MICH arbeiten, nicht mehr für andere. 

Und so kündigte ich wieder einmal (und hoffentlich das letzte mal) einen Angestelltenjob. Und obwohl mich das Business noch nicht finanzieren kann, vertraue ich darauf, dass es der richtige Weg ist, dass für mich gesorgt ist und es gut ausgehen wird. Denn ich spürte, dass es jetzt an der Zeit ist, diesen Schritt zu gehen. Wohin auch immer mich das führen wird. Aber es geht jetzt - in der neuen Zeit - darum, seinem Herzen zu folgen und nicht mehr etwas aus Sicherheit zu tun, was wir eigentlich gar nicht tun wollen.

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Eine Reise voller Zweifel und Potenzial

Ich habe so oft gezweifelt und wollte nicht mehr weiter machen. Und noch immer habe ich Phasen, in denen ich mit großen Selbstzweifeln zu kämpfen habe und auch an meinem Weg so meine Zweifel habe. Aber mittlerweile weiß ich, dass es nur Phasen sind, die wieder vergehen. Und es gibt eine unsichtbare Schnur, die mich führt und immer weiter zieht, wenn ich gerade aufgeben möchte. 

Und so bin ich meinem Ruf immer weiter gefolgt. Habe mich immer weiter entwickelt. Dies ist meine fünfte Webseite, die ich selbst gebaut habe. Inzwischen hat sich mein Angebot über die Readings hinaus entwickelt. Ich habe sechs Kartendecks kreiert, mit YouTube angefangen und Onlinekurse entwickelt. Und das hätte ich noch vor kurzer Zeit nie gedacht, dass ich das alles kann.

 

Sogar das Nähen kann ich hier mit einbringen, was ich mir selbst beigebracht hatte. Ich nähe die Aufbewahrungsbeutelchen für die Kartendecks selbst. Und ganz neu habe ich angefangen, Edelsteinarmbänder zu basteln. Und so fügt sich eines zum anderen, erweitert sich, entwickelt sich, geht seinen Weg. Und die Reise bleibt spannend. Weiß ich doch nie, wo ich am Ende des nächsten Jahres stehen werde. 

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© 2021 Christin Lau - Erstellt mit extra viel Liebe

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